Zweites Spendenziel des Elf bis Elf-Festes 2015

Weiter geht es heute mit dem 2ten Teil unserer Vorstellung der Spendenziele des Elf bis Elf-Festes 2015 :) (Teil 1 - Brutschrankprojekt der Ingenieure ohne Grenzen).
 
Mit dem zweiten Teil der Spendensumme - welche wir im Rahmen des diesjährigen Fischerplätzle-Festes erwirtschaften konnten - kann nun den Bewohnern des Tannenhofs über die Behindertenstiftung Tannenhof für ein Jahr einen individuellen Begleiter ermöglicht werden.
 
Doch was verbirgt sich genau dahiner? Der Tannenhof Ulm ist eine Einrichtung für die Pflege, Betreuung und Förderung sowie die soziale und berufliche Integration von Menschen mit geistiger und Mehrfachbehinderung. Die im Tannenhof lebenden Menschen mit Behinderung nutzen zahlreiche Angebote, um ihre Fähigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln. Ziel aller Maßnahmen ist es, die individuell größtmögliche Selbstständigkeit in allen Lebensbereichen zu erreichen.Dafür stehen den Menschen mit Behinderung unterschiedliche Wohnformen, interessante Arbeitsplätze, ein umfangreiches Freizeitprogramm sowie differenzierte therapeutische Angebote zur Verfügung.
 
Genau diese Maßnahmen unterstützt die Behindertenstiftung Tannenhof durch private Zuwendungen. Ziel ist die aktivierende Betreuung und Teilhabe der im Tannenhof lebenden Menschen am gesellschaftlichen Leben mittels individueller Begleitung, Kleingruppenbetreuung, einer Kreativwerkstatt sowie anderen Projekten.
 
Um einen kleiner Einblick in die Arbeit eines individuellen Begleiters der Behindertenstiftung Tannenhof zu erhalten, anbei ein kurzes Interview mit einer Begleiterin:
 

Ein Gespräch mit Brigitte Freilinger über ihr Freiwilliges Engagement für Menschen mit geistiger Behinderung am Tannenhof Ulm.

 

Frau Freilinger, wie sind Sie dazu gekommen, sich am Tannenhof zu engagieren?

Meine Schwester war bereits ehrenamtlich im Tannenhof tätig und sie überredete mich einmal mit ihr mitzukommen. Ich war sofort sehr positiv überrascht, wie offen und direkt mir die Menschen dort begegneten, richtig herzlich und liebevoll. Und obwohl ich zuvor dachte, dass ein Engagement für mich in diesem Bereich nichts ist, habe ich mich dazu entschlossen im Tannenhof auch mitzumachen. Vom ersten Tag an bis heute habe ich es noch nie bereut.

 

Wie sieht Ihr Freiwilliges Engagement am Tannenhof aus?

Ich bin regelmäßig in der Tagesstätte des Tannenhofs aktiv und unternehme mit den Seniorinnen und Senioren dort verschiedene Aktivitäten.
Wir gehen z.B. zum Kaffee trinken in ein Café am Tannenplatz oder fahren auch mal mit dem Bus in die Stadt. Manchmal lese ich etwas vor oder wir basteln, malen oder spielen Gesellschaftsspiele.
Gelegentlich begleite ich eine Frau im Rollstuhl zum Einkaufen.

 

Was hat es mit dem „Kegelklub Inklusio“ auf sich?

Im letzten Jahr haben einige ehrenamtliche Helfern und Nachbarn des Tannenhofs zusammen mit Menschen mit Behinderung einen Kegelklub gegründet. Wir treffen uns jeden Monat an einem Donnerstagnachmittag um 18 Uhr in der Kegelbahn der Wiblinger Franziskusgemeinde und kegeln gemeinsam. Vielleicht ist es für den einen oder anderen eine gute Möglichkeit, einfach mal hinein zu schnuppern und mit zu kegeln. Es macht riesigen Spaß.

 

Welche Erfahrungen machen Sie im Umgang mit Menschen mit Behinderung?

Ich erlebe sie sehr offen und direkt, was mir den Umgang mit ihnen sehr erleichtert. Es macht mir Spaß mit ihnen etwas zu unternehmen, weil sie sich darüber sehr freuen und sehr dankbar dafür sind. Ich bekomme von ihnen sehr viel zurück und ich empfinde die Freundschaft zu ihnen als eine Bereicherung meines Lebens.

 

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